Radiographische Prüfung (RT) und Digitale Radiographie (DR)

Durchstrahlungsprüfungen zur zuverlässigen Erkennung von inneren Fehlern

Risse, Lunker oder Bindefehler bewerten, bevor sie kritisch werden

Nicht alle Materialfehler sind mit bloßem Auge sichtbar. Die Durchstrahlungsprüfung (RT) ist ein etabliertes Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung, mit dem sich verborgene Fehler im Inneren von Bauteilen zuverlässig erkennen lassen. Dazu zählen unter anderem Risse, Lunker oder Bindefehler, die die Funktion und Sicherheit eines Bauteils maßgeblich beeinflussen können.

Bei der Prüfung wird das Bauteil mithilfe von Röntgen- oder Gammastrahlen durchstrahlt. Unterschiede in der Materialdichte werden auf dem Detektor sichtbar und in einem Bild dargestellt. Auf diese Weise lassen sich Unregelmäßigkeiten eindeutig lokalisieren, bewerten und dokumentieren – ohne das Bauteil selbst zu beschädigen oder zu verändern. Die Durchstrahlungsprüfung eignet sich damit besonders für Anwendungen, bei denen höchste Anforderungen an Qualität und Sicherheit gestellt werden.

Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise die Prüfung von Schweißnähten im Rohrleitungsbau, die Untersuchung sicherheitsrelevanter Gussbauteile sowie Wanddickenkontrollen bei komplexen Komponenten mit Hohlräumen. Insbesondere bei Bauteilen, die im Betrieb hohen Belastungen ausgesetzt sind, liefert die RT-Prüfung eine verlässliche Grundlage für die Bewertung der Bauteilintegrität.

CERTANIA Industrial Analytics führt Durchstrahlungsprüfungen nach den einschlägigen Normen wie DIN EN ISO 17636-1 und –2 durch. Dabei kommen sowohl klassische als auch moderne digitale Verfahren zum Einsatz, die eine präzise Auswertung und eine normkonforme Dokumentation gewährleisten. Je nach Anforderung kann die Prüfung auch als Serienprüfung umgesetzt werden, um gleichbleibend hohe Qualitätsstandards in der Produktion sicherzustellen.

In der praktischen Umsetzung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung: Die Filmtechnik gilt als bewährtes Referenzverfahren und zeichnet sich durch eine besonders hohe Bildauflösung aus. Die Speicherfolien-Technik (CR) ermöglicht eine digitale Bildgebung mit wiederverwendbaren Detektoren und bietet eine optimierte Kontrastdarstellung. Die digitale Radiographie (DR) geht noch einen Schritt weiter und erlaubt eine direkte, schnelle Auswertung mit Live-Bild, was insbesondere in der Serienprüfung Vorteile hinsichtlich Effizienz und Prozesssicherheit bietet. Ergänzend kann bei Bedarf eine Computertomographie (CT) eingesetzt werden, um Fehler dreidimensional zu analysieren und noch detailliertere Einblicke in die Bauteilstruktur zu gewinnen.

Insgesamt bietet die Durchstrahlungsprüfung eine zuverlässige und wirtschaftliche Möglichkeit, volumetrische Fehler in Werkstücken und Schweißverbindungen nachzuweisen. Sie trägt entscheidend dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen, Qualitätsanforderungen zu erfüllen und die Sicherheit von Bauteilen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu gewährleisten.

Impressionen der Röntenprüfung im ZFP Labor

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