






Kunststoffanalysen
Wir untersuchen Kunststoffe, Polymermischungen und Verbundwerkstoffe auf ihre Zusammensetzung und anwendungsrelevante Materialeigenschaften.
Dafür wählen unsere Experten die geeigneten Analyseverfahren aus und ordnen die Ergebnisse im Kontext Ihrer Fertigung, Anwendung oder Schadensanalyse ein. So erhalten Sie eine belastbare Grundlage, um Abweichungen zu erkennen, Qualitätsanforderungen abzusichern und mögliche Schadensursachen einzugrenzen.
✓ Passende Methodenkombination
FTIR, DSC, TGA und GC/MS abgestimmt auf Material, Prüfziel und Anwendung
✓ Breites Spektrum der Kunststoffanalytik
Von der routinemäßigen Werkstoffidentifikation bis zur Analyse von Rezyklaten, Emissionen und Kunststoffschäden
✓ Akkreditiertes Kunststofflabor mit Prozesskenntnis
Ausgewählte Prüfverfahren der Kunststoffanalytik im akkreditierten Prüfumfang sowie fachliche Einordnung der Ergebnisse
Ein Kunststoffbauteil kann äußerlich einwandfrei wirken und dennoch vom vorgesehenen Werkstoff abweichen. Eine ungeeignete Polymermischung, abweichende Füllstoffanteile, Verunreinigungen oder eine unvollständige Vernetzung können sein Verarbeitungsverhalten und die späteren Bauteileigenschaften verändern. Mögliche Auffälligkeiten reichen von Verformung und Versprödung bis zu Geruchsproblemen oder vorzeitigem Bauteilversagen.
Bei komplexen Polymermischungen und Rezyklaten wird die Bewertung zusätzlich anspruchsvoll: Unterschiedliche Polymere, Fremdstoffe und schwankende Materialanteile können sich überlagern und eine eindeutige Identifikation erschweren. Die Polymeranalytik hilft dabei, unterschiedliche Materialbestandteile zu charakterisieren und Abweichungen einzugrenzen.
Je nach Fragestellung wählen unsere Experten geeignete Analyseverfahren aus und kombinieren mehrere Methoden, wenn eine einzelne Untersuchung nicht ausreicht. Die Ergebnisse ordnen wir im Zusammenhang mit Herstellungsprozess, Einsatzbedingungen und Schadensbild ein:
Bei der Materialanalyse von Kunststoffen lassen sich unterschiedliche Aspekte der Zusammensetzung und des Materialverhaltens untersuchen. Welche Prüfung geeignet ist, richtet sich nach Werkstoff, Prüfziel und benötigter Aussage. Dafür bietet CERTANIA ein breites Spektrum analytischer Verfahren, die einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können.
Die Prüfung untersucht, wie Beschichtungen und Lackierungen auf Kunststoffbauteilen auf Flüssigkeiten und chemische Medien reagieren. Dabei lassen sich Veränderungen wie Verfärbungen, Glanzverlust, Erweichung, Blasenbildung oder Haftungsprobleme erkennen.
Normen: DIN EN ISO 2812-1, DIN EN ISO 2812-3, DIN EN ISO 2812-4
Typischer Anwendungszweck: Beständigkeitsprüfung gegenüber Reinigungs- und Lösungsmitteln, Ölen, Fetten und anderen Betriebs- oder Umgebungsmedien.
Die TGA misst die Massenänderung einer Kunststoffprobe während einer kontrollierten Temperaturbehandlung. Das Messprofil liefert Informationen über flüchtige Bestandteile und Zersetzungsstufen sowie über verbleibende anorganische Rückstände und Füllstoffe.
Typischer Anwendungszweck: Qualitätskontrolle von Polymermischungen, Rezyklaten sowie gefüllten oder faserverstärkten Kunststoffen.
Die DTA erfasst Temperaturunterschiede zwischen einer Probe und einem Referenzmaterial während eines definierten Temperaturprogramms. Dadurch lassen sich thermische Vorgänge und Reaktionen im Material erkennen.
Typischer Anwendungszweck: Charakterisierung des thermischen Materialverhaltens und Untersuchung charakteristischer Umwandlungs- und Reaktionsbereiche.
Die DSC bestimmt, bei welchen Temperaturen kristalline oder teilkristalline Kunststoffe schmelzen und kristallisieren. Die charakteristischen Kennwerte unterstützen die Materialidentifikation und ermöglichen den Vergleich unterschiedlicher Werkstoffe oder Materialzustände.
Norm: DIN EN ISO 11357-3:2025-09
Typischer Anwendungszweck: Materialcharakterisierung und -vergleich sowie Kontrolle thermischer Materialeigenschaften.
Die DSC erfasst die Wärmeenergie, die beim Schmelzen oder Kristallisieren eines Kunststoffs aufgenommen oder abgegeben wird. Die Schmelzenthalpie kann zur Bewertung des Kristallinitätsgrades teilkristalliner Kunststoffe herangezogen werden.
Norm: DIN EN ISO 11357-3:2025-09
Typischer Anwendungszweck: Vergleich von Materialzuständen sowie Bewertung von Kristallinität und verarbeitungsbedingten Materialunterschieden.
Die FTIR-Spektroskopie ermöglicht die Identifikation und Charakterisierung von Materialien anhand ihres Infrarot-Spektrums. Sie eignet sich insbesondere zur Untersuchung organischer Verbindungen und Kunststoffe sowie zur Identifikation unbekannter Materialien, Verunreinigungen und Materialveränderungen.
Typischer Anwendungszweck: Identifikation und Vergleich von Materialien, Untersuchung von Verunreinigungen sowie Bewertung von Materialveränderungen und unbekannten Substanzen.
Die DSC erfasst charakteristische Reaktionstemperaturen und die während einer Reaktion umgesetzte Wärme. Bei reaktiven Kunststoffen und noch nicht vollständig ausgehärteten Systemen können so Reaktionsverhalten und Restreaktivität untersucht werden.
Norm: DIN EN ISO 11357-5:2025-09
Typischer Anwendungszweck: Untersuchung des Aushärtungs- und Vernetzungszustands sowie möglicher verarbeitungsbedingter Abweichungen.
In unserem Prüflabor für Kunststoffe kommen zuverlässige Prüfverfahren und präzise Analysentechnik zum Einsatz. Dabei arbeitet CERTANIA nach nationalen und internationalen Normen; ausgewählte Prüfverfahren der Kunststoffanalytik sind nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert.
Welche Norm und welches Prüfverfahren für Ihre Fragestellung relevant sind, klären unsere Experten im Rahmen der Auftragsabstimmung. Den aktuellen Akkreditierungsumfang finden Sie in den Anlagen zu unserer Akkreditierungsurkunde nach DIN EN ISO/IEC 17025.
Für die verschiedenen Verfahren der Kunststoffanalytik kommen spezialisierte Prüf- und Analysegeräte zum Einsatz. So setzt CERTANIA für thermische Kunststoffanalysen unter anderem die DSC 204 F1 Phoenix® und DSC 200 F3 Maia® von NETZSCH sowie eine Makro-TGA von LECO ein. Welches konkrete Prüfmittel zum Einsatz kommt, richtet sich nach Material, Prüfverfahren und benötigter Aussage.
Sie schildern uns Ihre Fragestellung und den Zweck der Untersuchung. Ist das geeignete Verfahren für die Materialprüfung des Kunststoffs bereits bekannt, erhalten Sie ein passendes Angebot. Bei offenen oder komplexen Fragestellungen entwickeln unsere Experten einen maßgeschneiderten Untersuchungsplan.
Welche Probenmenge und -beschaffenheit benötigt wird, hängt von der geplanten Untersuchung ab. Sie senden uns das Material, oder unsere Experten führen die Probenahme direkt bei Ihnen vor Ort durch.
Im Labor wird die Probe nach vereinbarten Verfahren untersucht. Bei einem stufenweisen Untersuchungsplan entscheiden die ersten Befunde darüber, welche weiterführenden Analysen erforderlich sind.
Sie erhalten die Ergebnisse der Untersuchung in einem Prüfbericht. Unsere Experten ordnen die Befunde fachlich ein und bewerten mögliche Zusammenhänge mit Werkstoff, Verarbeitung, Einsatzbedingungen oder Schadensbild. Bei weiterführenden Fragestellungen unterstützen wir Sie gern mit Technischem Consulting.
Die benötigte Probenmenge hängt von der Fragestellung und dem Analyseverfahren ab. Für die Bestimmung der Kunststoffart kann bereits eine sehr kleine Probe, beispielsweise ein Lackabplatzer, ausreichen.
Für Untersuchungen von Weichmachern, Verbundwerkstoffen, Fasern oder Vernetzungsgrad werden größere Proben benötigt; je nach Verfahren sind etwa 20 bis 30 Gramm sinnvoll. Den benötigten Probenumfang stimmen wir vorab mit Ihnen ab.
Die meisten Verfahren der Kunststoffanalytik benötigen eine Materialprobe und sind zerstörend. Für manche Untersuchungen reichen jedoch bereits sehr kleine Probenmengen aus. Welche Probe für die gewünschte Analyse erforderlich ist, klären wir vorab mit Ihnen.
Der typische Durchlauf einer analytischen Fragestellung liegt bei etwa ein bis zwei Wochen. Die tatsächliche Bearbeitungszeit hängt vom erforderlichen Untersuchungsumfang und vom Probeneingang ab. Bei der Auftragsabstimmung erhalten Sie eine Einschätzung des Zeitrahmens.
Expressanalysen sind möglich. Ob eine Untersuchung innerhalb von 24 oder 48 Stunden durchgeführt werden kann, hängt vom konkreten Analyseauftrag ab. Sprechen Sie uns bei zeitkritischen Fragestellungen bitte direkt auf den gewünschten Zeitrahmen an.
Nein. Schildern Sie uns zunächst, welche Frage die Untersuchung beantworten soll. Unsere Experten beraten Sie zur geeigneten Vorgehensweise und erstellen bei Bedarf einen Untersuchungsplan.
Das Leistungsspektrum umfasst Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere ebenso wie Polymermischungen, Rezyklate sowie gefüllte und faserverstärkte Kunststoffe. Je nach Material und Untersuchungsziel lassen sich beispielsweise Polymerart, Additiv- und Füllstoffgehalt, Faseranteil, thermische Eigenschaften, Vernetzungszustand oder flüchtige Bestandteile untersuchen
Für die Identifikation von Kunststoffen werden häufig mehrere Analyseverfahren kombiniert. Die FTIR-Spektroskopie liefert Informationen über die Molekülstruktur, während die DSC charakteristische thermische Eigenschaften erfasst. Bei gefüllten oder faserverstärkten Kunststoffen kann zusätzlich eine TGA eingesetzt werden. Durch die Kombination der Ergebnisse lässt sich der Kunststoff genauer charakterisieren und zuordnen.
Ja. Bei Rezyklaten können unterschiedliche Polymere, Verunreinigungen und weitere Bestandteile die eindeutige Zuordnung erschweren. Je nach Zusammensetzung werden deshalb mehrere Analyseverfahren kombiniert, um das Material möglichst genau zu charakterisieren. Welche Aussagen im Einzelfall möglich sind, hängt von der Zusammensetzung und dem verfügbaren Probenmaterial ab.
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