Die Airbag-Staubanalyse dient der Charakterisierung von Partikeln, die bei der Auslösung von KFZ-Rückhaltesystemen freigesetzt werden. Ziel ist die Bewertung potenzieller gesundheitlicher und sicherheitsrelevanter Risiken durch emittierte Stäube gemäß den Anforderungen der Normen AK-ZV01 und SAE J1794.
Im Fokus der Untersuchung stehen die Bestimmung der Gesamtstaubkonzentration, die Analyse der Partikelgrößenverteilung sowie die Bewertung des lungengängigen Anteils (PM10). Ergänzend wird die chemische Zusammensetzung der emittierten Partikel untersucht, um Rückschlüsse auf deren Herkunft und mögliche Gefährdungspotenziale zu ziehen.
Zur Klassifizierung der Partikel wird ein Andersen-Impaktor eingesetzt, mit dem der Gesamtstaub in mehrere Größenfraktionen im Bereich von < 0,4 µm bis > 9 µm unterteilt wird. Dies ermöglicht eine differenzierte Bewertung der Partikelverteilung.
Bei ausreichender Probenmenge erfolgt zusätzlich eine weiterführende chemische Analyse, insbesondere hinsichtlich:
- löslicher Anteile
- pH-Wert
- Schwermetallgehalte
Optional kann eine detaillierte morphologische Untersuchung der Partikel mittels Elektronenmikroskopie durchgeführt werden. Dabei werden Form (z. B. nodulär oder faserig) sowie spezifische Bestandteile wie Quarzanteile bewertet.
Die Ergebnisse liefern eine fundierte Grundlage zur Bewertung von Emissionen aus Rückhaltesystemen und unterstützen die Einhaltung normativer Anforderungen sowie die Optimierung sicherheitsrelevanter Komponenten.
| – Airbag Staubanalyse nach AK-ZV 01: 2001-10 |
| – 8-stufige Fraktionierung des Staubes per Impaktion (Prallplatte) |
| – Partikelgrößenbereich 0 – 10 µm |
| – gravimetrische Auswertung (Auflösung ca. 100 µg ) |
| – Impaktionspartner Aluminium, optional Glas, Edelstahl, … |
| – Aufstellort 2,7/2,5 m3-Tank oder Kunden-Fahrzeug |
| optional auf Anfrage: |
| – impaktierte Teilchen (Airbagstaub) auf Elementzusammensetzung untersuchbar (falls > 50 mg Masse; Analyse erfolgt in Kooperation mit Partnerlabor) |
| – impaktierte Teilchen auf Morphologie per REM untersuchbar (z.B. Fasern) |








