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Bestimmung des Bake-Hardening-Index nach DIN EN 10325

eistungsbeschreibung – Bestimmung des Bake-Hardening-Index (BHI) nach DIN EN 10325

Die DIN EN 10325 beschreibt ein normiertes Verfahren zur Bestimmung der Streckgrenzenerhöhung von Stählen infolge einer gezielten Wärmebehandlung, dem sogenannten Bake-Hardening-Prozess. Der Bake-Hardening-Index (BHI) dient dabei als zentrale Kennzahl zur Bewertung der alters- und wärmeinduzierten Festigkeitssteigerung von Karosseriestählen.

Der Bake-Hardening-Effekt basiert auf der kontrollierten Ausscheidung bzw. Wechselwirkung von in fester Lösung vorliegenden interstitiellen Elementen wie Kohlenstoff und Stickstoff im Stahlgefüge. Durch eine definierte plastische Vorverformung und anschließende Wärmebehandlung wird eine Erhöhung der Streckgrenze erzielt, die in Form des BHI quantifiziert wird.

Im Prüfverfahren wird eine Probe zunächst um einen definierten plastischen Anteil (typischerweise 2 %) vorgedehnt und anschließend einer standardisierten Wärmebehandlung unterzogen. Die resultierende Streckgrenzenerhöhung wird gemessen und als Bake-Hardening-Index angegeben.

Schwerpunkte der Untersuchung sind unter anderem:

  • Bestimmung der Streckgrenze vor und nach Wärmebehandlung
  • Ermittlung der streckgrenzbezogenen Festigkeitszunahme
  • Quantifizierung des Bake-Hardening-Index (BHI)
  • Bewertung der Eignung von Stählen für den Karosseriebau

Der Bake-Hardening-Index ist insbesondere in der Automobilindustrie ein wichtiger Werkstoffkennwert zur Beurteilung der Dellenbeständigkeit und Langzeitfestigkeit von Karosseriebauteilen.

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