Leistungsbeschreibung – Thermogravimetrische Analyse (TGA)
Die Thermogravimetrische Analyse (TGA) ist ein bewährtes Verfahren zur Untersuchung von Materialverhalten unter thermischer Belastung. Dabei wird die Masseänderung einer Probe in Abhängigkeit von Temperatur und Zeit gemessen, um Rückschlüsse auf Zusammensetzung, thermische Stabilität und Zersetzungsverhalten zu ziehen.
Im Rahmen der Analyse wird die Probe in einem temperaturbeständigen Tiegel kontrolliert erhitzt. Eine hochpräzise Mikrowaage erfasst kontinuierlich die Masseänderungen, während ein Thermoelement die exakte Probentemperatur misst. Die Prüfparameter wie Heizrate, Endtemperatur und Gasatmosphäre werden gezielt eingestellt, um spezifische Materialeigenschaften zu analysieren.
Während des Aufheizens kann es zu verschiedenen physikalischen und chemischen Prozessen kommen, wie:
- Verdampfung flüchtiger Bestandteile
- thermische Zersetzung von Materialkomponenten
- Oxidations- oder Reduktionsreaktionen in definierter Gasatmosphäre
Typischerweise erfolgt die Analyse unter Inertgas (z. B. Stickstoff), um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden. Je nach Fragestellung können jedoch auch reaktive Gase wie Luft oder Sauerstoff eingesetzt werden.
Schwerpunkte der Untersuchung sind unter anderem:
- Bestimmung der thermischen Stabilität und Zersetzungstemperaturen
- Analyse von Zusammensetzung und Anteil flüchtiger Komponenten
- Untersuchung von Oxidations- und Reaktionsverhalten
- Bewertung von Füllstoffen, Additiven oder Rückständen
Die TGA liefert damit wichtige Informationen für die Materialcharakterisierung, Qualitätskontrolle sowie die Entwicklung und Optimierung von Werkstoffen.








