Militärische Systeme kommen während Betrieb, Wartung, Transport und Instandhaltung mit zahlreichen Flüssigkeiten und Chemikalien in Kontakt. Kraftstoffe, Hydrauliköle, Schmierstoffe, Kühlmittel, Reinigungsmittel oder Enteisungsflüssigkeiten können Werkstoffe, Beschichtungen, Dichtungen und Bauteile chemisch angreifen und dadurch deren Funktion und Lebensdauer beeinträchtigen.
Mit Prüfungen nach MIL-STD-810H Method 504.3 lässt sich die Beständigkeit von Materialien und Komponenten gegenüber definierten Betriebsmedien unter praxisnahen Bedingungen untersuchen.
Was wird bei der Betriebsmedienprüfung untersucht?
Abhängig von Bauteil, Medium und Einsatzprofil können unter anderem folgende Auswirkungen bewertet werden:
- Quellung und Volumenänderungen
- Versprödung und Materialabbau
- Erweichung oder Veränderung mechanischer Eigenschaften
- Korrosion und Oberflächenangriffe
- Ablösung oder Schädigung von Beschichtungen
- Veränderungen von Dichtungen und Elastomeren
- Rissbildung und Materialversagen
- Veränderungen von Oberflächen und Fügestellen
- Funktionsbeeinträchtigungen kompletter Baugruppen
Dabei kann sowohl die reine Werkstoffbeständigkeit als auch das Verhalten eines vollständigen Bauteils untersucht werden.
Typische Betriebsmedien
Je nach Anwendung können beispielsweise folgende Medien betrachtet werden:
- Kraftstoffe und Kraftstoffgemische
- Hydraulikflüssigkeiten
- Schmierstoffe und Öle
- Kühlmittel
- Reinigungs- und Entfettungsmittel
- Enteisungsmittel
- weitere produktspezifische Betriebs- und Wartungsflüssigkeiten
Die Auswahl der Medien sollte sich möglichst am realen Lebenszyklus des Produkts orientieren.
Für Fahrzeuge, Luftfahrzeuge und militärische Systeme
Die Prüfung ist insbesondere relevant für Komponenten mit regelmäßigem oder kritischem Flüssigkeitskontakt, beispielsweise:
- Militär- und Bodenfahrzeuge
- Luftfahrzeuge und Aerospace-Komponenten
- Hydrauliksysteme
- Kraftstoffsysteme
- Kühlkreisläufe
- Pumpen und Ventile
- Dichtungen und







