Zugprüfung

Zugprüfung an Metallen und Kunststoffen

Normgerechte Zugversuche für belastbare Materialkennwerte und sichere Materialentscheidungen

Für eine sichere Materialauswahl, optimale Bauteilgestaltung und zuverlässige Qualitätskontrolle machen wir das mechanische Verhalten Ihrer Werkstoffe messbar. Die Zugprüfung (Zugversuch) ermittelt mechanische Eigenschaften von Werkstoffen unter Zugbelastung – wie Festigkeit, Dehnbarkeit, Streckgrenze und Bruchdehnung. So erhalten Sie belastbare Daten für Ihre Metall- und Kunststoffanwendungen.

Um Ihre Prozesse zu beschleunigen, übernehmen wir bei Bedarf auch die komplette normgerechte Probenfertigung direkt aus Ihren angelieferten Bauteilen in der hauseigenen Werkstatt.

  • Akkreditierte Zugprüfungen
    Bestimmung von Zugfestigkeit, Streck- beziehungsweise Dehngrenze und Bruchdehnung nach DIN EN ISO- und ASTM-Normen

  • Eigene Probenfertigung
    Wir fertigen Rund- und Flachproben effizient aus Rohmaterial, Halbzeugen oder Bauteilen.

  • Same-Day-Auswertung bei Serienüberwachungen
    Damit Sie bei Abweichungen sofort reagieren können und keinen teuren Ausschuss produzieren
Zugproben Kupfer

Unsere Zugprüfungen für unterschiedliche Werkstoffe und Anwendungen

Unser Leistungsspektrum reicht von klassischen Zugversuchen an Metallen, Kunststoffen und Elastomeren bis zu Prüfungen an Blechen, Batterie- und Separatorfolien sowie geklebten Verbindungen. Für thermisch beanspruchte metallische Werkstoffe führen wir Warmzugversuche bei Temperaturen bis 1.000 °C durch.

Für metallische Flachprodukte bestimmen wir bei Bedarf zusätzliche Kennwerte wie r-Wert, n-Wert und Bake-Hardening-Index.

Zugversuch an Metall
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Mechanische Kennwerte präzise bestimmen – für Konstruktion und Produktionsfreigabe

Die Werkstoffbezeichnung und chemische Zusammensetzung allein garantieren noch keine mechanische Belastbarkeit. Konstrukteure benötigen konkrete Festigkeits- und Dehnungswerte, um Bauteile richtig zu dimensionieren. In der Qualitätssicherung muss feststehen, ob angelieferte Materialien und produzierte Chargen die vorgegebenen Werte erreichen.

Auch die Verarbeitung kann die mechanischen Eigenschaften verändern. Wärmebehandlungen, Gussfehler oder prozessbedingte Unterschiede bei der additiven Fertigung wirken sich unter Umständen auf Festigkeit und Verformungsverhalten aus. Ohne aktuelle Prüfdaten können solche Abweichungen bis zur Weiterverarbeitung oder bis zum Schadensfall unentdeckt bleiben.

Ist ein Bauteil bereits gerissen oder gebrochen, kann die Zugprüfung Teil einer umfassenden Ermittlung der Bruchursache sein.

Als akkreditiertes Prüflabor sichern wir Sie in allen Phasen ab. Für Gießereien und die stahlverarbeitende Industrie übernehmen wir die laufende Serienüberwachung zur Ausstellung von 3.1-Zeugnissen – bei regionaler Nähe oft mit Auswertung noch am selben Tag. In der Entwicklung oder bei Schadensfällen ermitteln wir systematisch, ob der Werkstoff die spezifizierten Festigkeitsvorgaben einhält oder ob abweichende Legierungen die Ursache für ein vorzeitiges Versagen waren.

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Zugprüfungen als Grundlage für Auslegung und Freigabe

Die Ergebnisse der Zugprüfung unterstützen Sie dabei,

  • Werkstoffe anhand tatsächlich ermittelter Kennwerte auszuwählen,
  • Berechnungsgrößen für Bauteilauslegung und Simulation bereitzustellen,
  • Spezifikationen, Lieferzeugnisse und Chargenwerte abzugleichen,
  • Freigaben neuer Werkstoffe, Lieferanten und Produktionschargen mit Prüfdaten abzusichern,
  • Prozessabweichungen oder auffällige Festigkeitswerte weiter zu untersuchen.

 

Die Kennwerte beschreiben zunächst das geprüfte Material. Soll ermittelt werden, welche Belastung ein fertiges Produkt in seiner tatsächlichen Geometrie aushält, ist ergänzend ein Bauteilversuch erforderlich.

Chemische Analyse von Metallen

Wir prüfen für Ihre Branche

Die Zugprüfung ist das universelle Standardverfahren für nahezu alle Konstruktionswerkstoffe, von Metallen über Kunststoffe bis zu Keramiken.

  • Automotive & Maschinenbau: Überprüfung von Karosseriestählen, Motorblöcken und Fahrwerkskomponenten auf die korrekte Festigkeit.
  • Gießereien: Laufende Qualitätskontrolle von mitgegossenen Probestücken zur Überwachung der Schmelze und Gussqualität.
  • Stahl- und Anlagenbau: Tragfähigkeitsnachweise und Freigaben von Halbzeugen über 3.1-Zeugnisse.
Mechanische Werkstoffprüfung GWP Labor gebrochene Zugprobe

Das erfahren Sie durch einen Zugversuch über den Werkstoff

Für die Zugprüfung spannen wir Ihre metallischen oder polymeren Werkstoffe als genormte Rund- oder Flachprobe in die Universalprüfmaschine ein und ziehen sie kontrolliert mit einer definierten Geschwindigkeit in die Länge bis sie bricht. Dabei zeichnet ein Extensometer fortlaufend auf, welche Kraft aufgebracht wird und wie stark sich die Probe verlängert.

Aus der gemessenen Kraft, dem ursprünglichen Probenquerschnitt und der Längenänderung werden Spannung und Dehnung berechnet. Ihr Verlauf erscheint im Spannungs-Dehnungs-Diagramm. Es zeigt, wie sich der Werkstoff vom Beginn der Belastung über die bleibende Verformung bis zum Bruch verhält.

Einschnürungsbeginn
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Während des Zugversuchs dehnt sich die Probe aus, und in vielen Fällen verengt sie sich kurz vor dem Bruch. Diese Verengung wird als Einschnürung bezeichnet und ist ein Indikator für die duktile Verformung des Materials. Duktilität ist die Fähigkeit eines Materials, sich unter Belastung plastisch zu verformen, ohne zu versagen. Die Einschnürung ist ein wichtiges Merkmal, das während der Zugprüfung beobachtet und gemessen wird. Sie wird oft in Prozent des ursprünglichen Querschnitts angegeben und gibt Aufschluss über die Fähigkeit des Materials, sich plastisch zu verformen, bevor es bricht. Materialien mit einer höheren Einschnürungstendenz sind im Allgemeinen duktiler und können größere Verformungen aufnehmen, bevor sie versagen.
Bruch mein Zugversuch
X
Der Bruch beim Zugversuch ist ein entscheidendes Ereignis, das während der mechanischen Prüfung von Materialien auftritt. Während dieses Versuchs wird eine Probekörper unter zunehmender axialer Belastung bis zum Bruch gezogen. Es gibt verschiedene Arten von Bruchbildern, die beim Zugversuch beobachtet werden können, und sie liefern wichtige Informationen über die mechanischen Eigenschaften und das Versagensverhalten des getesteten Materials.
obere Streckgrenze
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Die obere Streckgrenze ist ein wichtiger Indikator für die Fähigkeit eines Materials, elastisch zu verformen, bevor es plastisch wird. Sie markiert den Übergangspunkt zwischen dem elastischen Bereich, in dem das Material nach der Entlastung wieder seine ursprüngliche Form annimmt, und dem plastischen Bereich, in dem bleibende Verformungen auftreten. In Zugversuchen wird die obere Streckgrenze oft durch das Einhalten eines bestimmten Dehnungskriteriums definiert, beispielsweise eine Dehnung von 0,2%. Die obere Streckgrenze ReHReH​ wird dann als die Spannung bei dieser definierten Dehnung gemessen.
obere Streckgrenze
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Im Gegensatz zur oberen Streckgrenze, die üblicherweise durch eine Dehnung von 0,2% definiert wird, wird die untere Streckgrenze bei einer größeren plastischen Verformung gemessen, typischerweise bei einer Dehnung von 0,5% oder mehr. Die untere Streckgrenze gibt an, wie viel Dehnung das Material aufnehmen kann, bevor bleibende Verformungen auftreten. In Zugversuchen wird die obere Streckgrenze oft durch das Einhalten eines bestimmten Dehnungskriteriums definiert, beispielsweise eine Dehnung von 0,2%. Die obere Streckgrenze ReHReH​ wird dann als die Spannung bei dieser definierten Dehnung gemessen.
Bruchdehnung
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Die Bruchdehnung A ist eine wichtige mechanische Eigenschaft von Materialien, insbesondere von Metallen und Legierungen. Sie gibt an, wie viel eine Probe durch die Zugbelastung verlängert wurde. Sie wird in der Regel nach dem Versuch ausgemessen.
Gleichmaßdehnung
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Diese Kennzahl gibt an, um wie viel Prozent die Probe eine gleichmäßige Dehnung erfährt, bevor sie zu fließen beginnt.
Zugfestigkeit Rm
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Die Zugfestigkeit, symbolisiert als Rm​, ist eine wichtige mechanische Eigenschaft von Materialien, insbesondere von Metallen und Legierungen. Die Zugfestigkeit ist die maximale Belastung, die eine Probe unter axialer Zugbelastung aushalten kann, bevor sie versagt. Mathematisch wird die Zugfestigkeit als das Verhältnis der maximalen Zugkraft zur ursprünglichen Querschnittsfläche der Probe definiert.
Elastizitätsmodul
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Der Elastizitätsmodul wird definiert als das Verhältnis von Spannung zur entsprechenden Dehnung innerhalb des elastischen Bereichs des Materials. Der Elastizitätsmodul gibt an, wie stark ein Material auf eine äußere Zugbelastung reagiert, indem es sich verformt, während es immer noch im elastischen Bereich liegt. Materialien mit einem höheren Elastizitätsmodul sind steifer und erfordern eine größere äußere Kraft, um eine bestimmte Dehnung zu erreichen, während Materialien mit einem niedrigeren Elastizitätsmodul flexibler sind und sich leichter verformen. Der Elastizitätsmodul ist eine wichtige Größe in der Werkstofftechnik und spielt eine Schlüsselrolle in vielen Anwendungen, darunter Strukturdesign, Baustatik, Maschinenbau und Materialauswahl. Er ist oft ein entscheidender Faktor bei der Auswahl von Materialien für bestimmte Anwendungen, bei denen Steifigkeit und Dehnbarkeit eine Rolle spielen.

Kennwerte des Zugversuchs für Auslegung und Qualitätskontrolle

Zugfestigkeit () bezeichnet die höchste im Versuch erreichte Zugspannung, bevor die Zugprobe bricht. Konstrukteure nutzen den Kennwert zusammen mit geeigneten Sicherheitsfaktoren, um Werkstoffe auszuwählen und Bauteile zu dimensionieren.

Streckgrenze () beziehungsweise Dehngrenze () geben an, ab welcher Zugspannung eine bleibende Verformung einsetzt bzw. eine festgelegte plastische Dehnung erreicht wird. Der Kennwert ist relevant, wenn sich ein Bauteil im Einsatz nicht dauerhaft verformen darf.

Bruchdehnung () gibt an, um wie viel Prozent sich die Messlänge der Probe nach dem Bruch gegenüber ihrer ursprünglichen Länge bleibend verlängert hat. Sie beschreibt wie viel Energie das Material durch Verformung aufnehmen kann und damit die Verformungsfähigkeit (Duktilität) des Werkstoffs.

Elastizitätsmodul (E)beschreibt die Steifigkeit des Werkstoffs im elastischen Bereich. Je höher der Wert, desto weniger dehnt sich das Material bei gleicher Zugspannung.

Normen, Akkreditierung und Prüfmittel für Zugversuche

Abhängig von Werkstoff und Prüfverfahren führen wir Zugprüfungen nach einschlägigen DIN-, EN-, ISO-Normen sowie dem US-Standard ASTM durch. Dazu gehören unter anderem:

  • DIN EN ISO 6892-1 für Zugversuche an metallischen Werkstoffen bei Raumtemperatur,
  • DIN EN ISO 6892-2 für Zugversuche bei erhöhten Temperaturen
  • DIN EN ISO 527 für Zugversuche an Kunststoffen,
  • ISO 37 für Zugversuche an Elastomeren,
  • ASTM D412 für Zugversuche an Elastomeren,
  • DIN 53504 für Zugversuche an Elastomeren.

 

Den detaillierten Prüfumfang unserer Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 entnehmen Sie bitte der aktuellen Urkundenanlage.

Um diesen Präzisionsanspruch zu garantieren, setzen wir auf einen hochmodernen Maschinenpark. Unsere servohydraulischen und elektromechanischen Universalprüfmaschinen von ZwickRoell decken enorme Lastbereiche ab. So gewährleisten wir absolute Reproduzierbarkeit – egal, ob wir filigrane Polymerfolien oder hochfeste Stahlkomponenten zerreißen.

So läuft Ihre Zugprüfung ab: In 4 Schritten zum Prüfbericht

1. Prüfauftrag abstimmen

Sie definieren Ihre Anforderungen (z.B. Erstellung eines 3.1-Zeugnisses für den Wareneingang oder Ursachenermittlung bei einem Schadensfall) und übermitteln uns Angaben zum Werkstoff, zu den benötigten Kennwerten und – sofern vorhanden – zur anzuwendenden Norm. Wir klären Probenzahl, Bearbeitungszeit und weitere Prüfbedingungen.

2. Proben bereitstellen oder von uns fertigen lassen

Sie können uns Ihre fertigen, normgerechten Probenkörper zusenden oder stellen uns Rohmaterial, Halbzeuge beziehungsweise Bauteile bereit. Während andere Labore noch aufwendig sägen, fräsen und drehen müssen, gewinnen wir Ihre Proben durch speziell entwickelte, halbautomatisierte Prozesse hochpräzise und thermisch neutral aus dem vollen Bauteil. Das spart Ihnen massiv Zeit und Kosten. Falls wir die Proben fertigen, stimmen wir Entnahmestelle und Ausrichtung vorab mit Ihnen ab. Bei großen oder schwer handhabbaren Komponenten unterstützen wir Sie auch bei der Probenentnahme an Großbauteilen.

3. Zugversuch durchführen

Wir führen die Zugprüfung nach der vereinbarten Prüfnorm durch und bestimmen die zuvor festgelegten Werkstoffkennwerte. Für wiederkehrende Chargenkontrollen können wir feste Abläufe und Bearbeitungszeiten vereinbaren, um Ergebnisse extrem schnell zu liefern.

4. Prüfbericht

Sie erhalten einen Prüfbericht mit den ermittelten Kennwerten, Spannungs-Dehnungs-Diagrammen und Prüfbedingungen. Je nach Auftrag können auch Bruchbild, Dehnungsverlauf und elastisch-plastisches Werkstoffverhalten in die Bewertung einbezogen werden.

Sollen aus den Ergebnissen Änderungen an Werkstoffauswahl, Fertigungsprozess oder Qualitätssicherung abgeleitet werden, unterstützt CERTANIA Industrial Analytics Sie mit Technischem Consulting und Prozessmanagement bei der Umsetzung.

Häufige Fragen zur Zugprüfung

Müssen wir eine fertige Zugprobe einsenden?

Nein. Das Herauspräparieren von Normproben aus komplexen Bauteilen (z. B. einem gegossenen Motorblock) gehört zu unserer Kernkompetenz. CERTANIA Industrial Analytics kann die vollständige mechanische Bearbeitung Ihrer Bauteile, Rohmaterialiwievielen oder Halbzeuge übernehmen und daraus normgerechte Zugproben fertigen. Dafür muss genügend Material für die vorgeschriebene Probengeometrie und Probenzahl vorhanden sein. Bei Bauteilen stimmen wir Entnahmestelle und Ausrichtung vorab mit Ihnen ab.

Welche Größe muss eine Zugprobe haben?

Die erforderlichen Abmessungen hängen von Werkstoff, Materialdicke, Probenform und Prüfnorm ab. Für Rund- und Flachproben gelten jeweils festgelegte Geometrien und Messlängen. Ist zu wenig Material vorhanden, kann eine normgerechte Zugprüfung unter Umständen nicht durchgeführt werden. Senden Sie uns deshalb vorab die Abmessungen, eine Zeichnung oder Fotos des verfügbaren Materials. Wir prüfen, ob sich daraus geeignete Zugproben fertigen lassen.

Wie viele Proben werden für eine belastbare Zugprüfung benötigt?

Um Inhomogenitäten im Material (wie kleinste Poren oder Einschlüsse) statistisch abzusichern, prüfen wir in der Regel immer mindestens drei Proben aus einer Materialcharge. Die genaue Anzahl richtet sich nach der anzuwendenden Norm, dem Werkstoff und dem Prüfauftrag. Sollen Kennwerte bei unterschiedlichen Temperaturen bestimmt werden, ist für jede Temperatur ein eigener Probensatz erforderlich.

Sind Zugprüfungen bei hohen oder niedrigen Temperaturen möglich?

Ja. Wenn ein Bauteil später unter extremen Temperaturen eingesetzt wird (z. B. Turbinenschaufeln in der Luftfahrt), reicht eine Prüfung bei Raumtemperatur nicht aus. Neben Prüfungen bei Raumtemperatur führen wir Warmzugversuche an metallischen Werkstoffen bei Temperaturen bis 1.000 °C durch. Für besondere Anwendungen sind auch Zugversuche bei niedrigen Temperaturen möglich. Den verfügbaren Temperaturbereich und die geeigneten Prüfbedingungen stimmen wir anhand von Werkstoff, Einsatztemperatur und Prüfnorm mit Ihnen ab.

Können auch geschweißte Proben geprüft werden?

Ja. Zugbeanspruchungen an Schweißverbindungen lassen sich ebenfalls untersuchen. Ob dafür eine genormte Zugprobe aus dem Bereich der Schweißverbindung gefertigt oder ein individueller Bauteilversuch durchgeführt wird, hängt von Geometrie und Fragestellung ab. Bei bauteilspezifischen Prüfungen klären wir den Prüfaufbau und den Akkreditierungsstatus vorab.

Ist eine Zugprüfung zerstörend?

Ja. Die Zugprobe wird üblicherweise bis zum Bruch belastet. Muss sie aus einem fertigen Bauteil entnommen werden, wird auch das Bauteil durch die Probenentnahme beschädigt. Lage und Größe der benötigten Materialbereiche sollten deshalb vorab abgestimmt werden.

Wie lange dauert eine Zugprüfung?

Für Einzelaufträge hängt die Bearbeitungszeit vor allem davon ab, ob zunächst Proben gefertigt werden müssen und welche Prüfbedingungen gelten. Ohne besondere Eile sollte einschließlich Probenfertigung und Prüfbericht ungefähr eine Woche eingeplant werden. Bei regelmäßig wiederkehrenden Serienprüfungen sind nach vorheriger Abstimmung deutlich kürzere Abläufe bis hin zur Berichterstellung am selben Tag möglich.

Werkstoffe sicher auswählen und Chargen zuverlässig freigeben

Ob Einzelprüfung für die Konstruktion oder laufende Kontrolle der Produktion: Unsere Werkstoffexperten ermitteln die benötigten Festigkeits- und Dehnungswerte normgerecht und nachvollziehbar.